| Moorfrosch |

| Verbreitungsschwerpunkt: Nord- und Ostdeutschland (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, neue Bundesländer) |
| in Süddeutschland sporadische Vorkommen mit Schwerpunkt Oberrhein, Südhessen, Schwaben nördlich des Bodensees, Oberpfalz |
| Nordbayern: Mittel- und Oberfranken (Aisch-Gebiet, Regnitzbecken), Oberpfalz |
| Südbayern: Gebiet der Isarmündung in die Donau |
| weitere Einzelvorkommen in Unterfranken und Schwaben |
| In früheren Jahren wurde an mehreren Krötenübergängen (Mistendorf-Zeegendorf, Reichmannsdorf-Untermelsendorf) vereinzelt von Moorfroschfunden berichtet, doch handelte es sich dabei wohl immer um Fehlbestimmungen. Jedenfalls konnte der Biologe Udo Pankratius 1997 die Funde nicht bestätigen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind daher keine Moorfrosch-Vorkommen im Landkreis Bamberg bekannt, doch konnte Pankratius im Nachbarlandkreis Erlangen-Höchstadt diese seltene Art finden. |
| Sumpfwiesen: bevorzugt Binsen- und Seggenbulten |
| Bruch- und Auenwälder |
| Niedermoore |
| Sommerlebensraum: weit weg vom Gewässer, bei Trockenheit auch Gewässerufer |
| Überwinterung an Land |
| oft mit Grasfrosch, manchmal auch mit Springfrosch vergesellschaftet |
| (vgl. NÖLLERT 1992) |
| Laichwanderung hauptsächlich im März |
| Laichballen enthalten bis zu 3000 Eiern. |
| Mundfeld mit drei schwarzen Zahnreihen |
| Farbe der Oberseite variiert, oft dunkel mit metallischen Punkten |
| Der Bauch ist meist kupfern gesprenkelt |
| Käfer, Schmetterlinge, Heuschrecken und andere Insekten |
| Spinnen |
| Landschnecken |
| Greifvögel (Mäusebussard, Turmfalke, Schreiadler) |
| Schwarz- und Weißstorch |
| Eulen (Schleiereule, Uhu, Waldkauz) |
| Elstern und Krähen |
| in Wasser: Untertauchen |
| an Land: Flucht in dichte Vegetation |
| bei Berührung: Anschmiegen an den Boden, Bedecken der Augen mit den Vordergliedmaßen |
| Saurer Regen |
| Flußbegradigungen mit der Abholzung natürlicher Auwälder |
| Intensivierung der Nutzung von Niedermoorwiesen |
| Generelle Absenkung der Grundwasserstände |