Alpen-Kammmolch
Triturus carnifex
Alpen-Kammmolch (Simon Graser)

Kennzeichen
Färbung
   Oberseite dunkel, mit großen schwarzen Flecken
   Flanke nur selten mit kleinen weißen Punkten (Unterscheidung zum Kammmolch)
   Unterseite leuchtend gelb bis orange, mit großen runden, schwarzen Flecken
Weibchen meist oberseits mit einer gelben Mittellinie
Männchen zur Fortpflanzungszeit mit hohem,gewelltem (nicht gezacktem) Rückenkamm; deutlicher Absatz vom breiten Ruderschwanz
Länge ca. 15 cm


Verbreitung in Deutschland
   in Deutschland nur in Bayern vorkommend: Burghausen, Berchtesgadener Land
   weitere Vorkommen nur noch in Österreich, Italien bis Kalabrien, Slowenien, Kroatien, Schweiz (von hier nach Frankreich ausstrahlend)

Verbreitung in Bayern:
Burghausen, Berchtesgadener Land

Häufigkeit im Landkreis Bamberg:
Fehlanzeige

Lebensraum:
   bis 1600 m über NN
   größere, gut besonnte Weiher mit dichter Unterwasservegetation

Lebensweise:
   in Süditalien vielleicht ohne Winterruhe!
   dämmerungs- und nachtaktiv
   lebt unter Steinen unter Hölzern
   kann an Land und im Wasser überwintern
   Winterquartiere werden  im Oktober und November aufgesucht.

Ruf:
Schwanzlurche gelten als stumm; bei Bedrohung werden quiekende, ziemlich leise Laute ausgestoßen..

Balz und Fortpflanzungsverhalten:
   Balz: Mitte März bis Mitte Mai.
   Paarung: Wenn das Männchen ein Weibchen gefunden hat, macht es Kopf an Kopf  zur Partnerin  einen Katzenbuckel. Durch peitschenartige Bewegungen des Schwanzes wedelt das Männchen dem Weibchen Sexuallockstoffe zu. Wenn das Weibchen die Werbung beantwortet,  setzt das Männchen einen Spermatophor ab; dieser Samenbehälter wird vom Weibchen in die Kloake aufgenommen.
   Eiablage: Bereits wenige Stunden nach der Paarung erfolgt die Eiablage: Das Weibchen tütet die Eier einzeln in Blättern von Wasserpflanzen ein.

Larven:
   Schlüpfen  aus dem Ei: ca. 2 Wochen nach der Eiablage
   Größe nach dem Schlupf: ungefähr 1 cm
   Metamorphose: nach 4 Monaten abgeschlossen;  die entstandenen Jungtiere messen ca. 7 cm
   Überwinterung im Larvenstadium möglich
   Neotenie bekannt: Manchmal werden Larven fortpflanzungsfähig, ohne dass sie eine Metamorphose zum lungenatmenden Landtier durchgemacht haben.

Nahrung:
   Nahrung der Larven: Insektenlarven, manchmal auch andere Amphibienlarven

Feinde: ???

Abwehrverhalten: ???

Geschlechtsreife:
Alpenkammmolche sind nach 2-3 Jahren geschlechtsreif.

Höchstalter: vermutlich ähnlich wie Kammmolch 12 Jahre!

Gefährdung durch
   Gewässerverschmutzung
   überhöhte Fischbesätze in Teichen

(Zusammenstellung: Jonas Seeberger)
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