Teichfrosch
= Wasserfrosch
Rana kl. esculenta
Wasserfrosch (Foto: Christian Strätz)
Kennzeichen
Färbung
   grüne Grundfarbe
   bräunliche oder schwärzliche Flecken
   manche Formen mit bräunlicher oder bronzefarbener Rückenfärbung
Schallblasen
   paarig  
   weiß bis dunkelgrau (Mittelstellung zwischen Tümpelfrosch und Seefrosch)
Teichfrosch mit Schallblasen
Pupille fast rund
Teichfrosch: Kopf
Fersenhöcker groß, höchster Punkt liegt in Richtung Zehenspitze
Teichfrosch: Fersenhöcker
Oberschenkel Hinterseite der Oberschenkel oft gelb oder orange
(Unterschied zum Seefrosch)
Länge 5-11 cm


Verbreitung in Deutschland
Der Teichfrosch kommt in allen Gegenden Deutschlands mit Ausnahme der Hochalpen vor.

Verbreitung in Bayern:
flächendeckend verbreitet; Ausnahme: Hochgebirge.

Häufigkeit im Landkreis Bamberg:
siehe Grünfrosch!

Lebensraum:
   Teiche, Seen, Sümpfe
   Ufer langsam fließender Gewässer
   Überwinterung im Schlamm von Gewässern oder an Land

Lebensweise:
   Fortpflanzungszeit: tag- und nachtaktiv
   nach der Fortpflanzung: bevorzugt tagaktiv
   Wanderungen bis 2,5 km; meist besteht jedoch eine enge Bindung an ein Gewässer.

Ruf:
"Rä..., rä..., rä..." (Dauer eines Rufes etwa 1,5 Sekunden; dabei werden 20-30 vibrierende Laute erzeugt).
Ruf zum Abhören: http://www.amphibienschutz.de/amphib/tefr.htm

Da Frösch ihre Rufe gern in Geselligkeit produzieren, kann ein Froschkonzert große Lautstärken und Reichweiten (ca. 2 km) erreichen. Nachbarn von Gartenteichbesitzern wurden daher schon häufig wegen nächtlicher Ruhestörung verklagt. Obwohl Amphibien allgemein in Deutschland als geschützt gelten, fielen die Urteile höchst unterschiedlich aus.

Balz und Fortpflanzungsverhalten:
   Balz im Mai bis Juni
   1000-6000 Eier je Gelege

Larven:
   beim Schlüpfen (meist im Juni) kürzer als 1 cm, bei beginnender Metamorphose (etwa im Juli) 5-8 cm lang
   Beendigung der Metamorphose meist im August; Jungtiere 2-3 cm lang.

Nahrung:
   Lebende wirbellose Wassertiere (Libellenlarven, Köcherfliegenlarven, Kleinkrebse...)
   Stechmücken (wichtig Nahrungsquelle der Jungfrösche)

Feinde:
   Fleisch fressende Tiere unterschiedlichster Art (Fische, Ringelnatter, Kreuzotter; zahlreiche Vogelarten: Weiß- und Schwarzstorch, Amsel, Star, Eisvogel; Säuger: Fuchs, Dachs,  Iltis, Steinmarder, Wanderratte)
   Mensch: Froschschenkel gelten in manchen Ländern immer noch als Delikatesse!

Abwehrverhalten:
Vergleiche Kleiner Wasserfrosch, Seefrosch!

Geschlechtsreife:
mit einem Jahr

Höchstalter:
mehr als 5 Jahre; in Gefangenschaft bis zu 14 Jahre.

Gefährdung:
Vergleiche Kleiner Wasserfrosch!

(Informationen im Wesentlichen aus NÖLLERT 1992)

(Zusammenstellung: Johannes Heyn)

Eine biologische Besonderheit: Warum hat der Teichfrosch in seinem wissenschaftlichen Namen Rana kl. esculenta die Abkürzung "kl."?