| Haut |

| Vorteile |
| Hautatmung: Die dünne Haut ermöglicht die Sauerstoffaufnahme direkt über die Körperoberfläche. | ||
| Eine nackte, glatte Haut ermöglicht ein schnelles Schwimmen, da sie zu einem geringen Strömungswiderstand führt. (Man vergleiche Schwimmer bei den Olympischen Spielen, die sich eine Glatze scheren lassen oder einen gummiartig glatten Schwimmanzug anlegen!) | ||
| Viele Amphibien, vor allem Frösche, befeuchten ihre Haut mit einer glitschigen Schleimschicht; dies stellt ein wirksames Mittel zur Flucht vor Feinden dar und ermöglicht die Hautatmung. | ||
| Die Hautdrüsen sind auch in der Lage, Hautgifte abzusondern, die gegenüber zahlreichen Tieren einen wirksamen Fraßschutz bewirken. Bei den einheimischen Amphibien kann das Gift die Haut des Menschen nicht durchdringen, doch sollte man nach dem Berühren von Kröten oder Fröschen mit seinen Fingern nicht die Augen ausreiben, da dies bei den dünnen Bindehäuten des Auges leicht zu Reizungen und brennenden Schmerzen führen kann. Die Hautgifte schützen die feuchte Haut übrigens auch vor Infektionen mit allgegenwärtigen Pilzen oder Bakterien. Dies soll selbst bei den extrem giftigen Pfeilgiftfröschen der Hauptgrund für die Ausbildung von Giften sein. | ||
| Auch die Wasseraufnahme ist Amphibien über die dünne Haut möglich. | ||
| Nachteile: |
| Eine dünne Haut ist besonders leicht verletzbar. | ||
| Durch die dünne, feuchte Haut besteht für die meisten Amphibien bei warmem Sonnenschein eine permanente Austrocknungsgefahr. Um dieser Gefahr zu entgehen, sind die besonders viele Amphibien nachtaktiv. | ||
| Die Dünnheit der Haut führt teilweise zu einem existenziellen Problem für die Amphibien, die Giftaufnahme durch die Haut! Auf Äckern eingesetzte Spritzmittel, Kunstdünger, aber auch Jauche führen während der Laichwanderung rasch zum Tod von Frosch und Kröte. Auch gegen den sauren Regen sind Amphibien wegen ihrer dünnen Haut besonders empfindlich! | ||
| Weitere Merkmale der Amphibienhaut: |
| Oberflächenbeschaffenheit: glatt (Frösche, Salamander) oder warzig (Kröten und Unken) | ||
| Farbigkeit der Haut: Amphibien gehören zu den farbenprächtigsten Tieren. Manche Arten, wie der einheimische Laubfrosch, besitzen sogar die Fähigkeit zum Farbwechsel. Verantwortlich für diese Eigenschaft sind spezielle Pigmentzellen, die unterschiedliche Farbstoffe speichern: Melanin (braun bis schwarz), Pteridin (gelb), Carotinoide (orange bis rot). | ||
| Häutung: Von Zeit zu Zeit wird die Oberhaut erneuert. Die alte Haut wird bei Froschlurchen abgesprengt, bei Schwanzlurchen (speziell Molchen) jedoch als Ganzes abgestreift. | ||
| Dehnbarkeit: Manche Hautpartien sind besonders dehnbar und ermöglichen die Ausbildung von Schallblasen zur Lauterzeugung. | ||