Bergmolch
Triturus alpestris
Männlicher Bergmolch von der Seite Weiblicher Bergmolch von der Seite
Männchen in Wassertracht
Weibchen in Wassertracht

  
Kennzeichen
   Bauch leuchtend orange, ungefleckt: Unterscheidung zu anderen Molch-Arten!
   Rücken: schiefergrau, mit Blauanteil
   Männchen mit gelb-schwarzem Rückenkamm
   Größe: männlich 7,5-9 cm,  weiblich 10-12 cm
   Gewicht: Ein bei der Amphibienaktion 2001 gefundenes Männchen wog 2,7 g.
Bergmolch (Schülerzeichnung)
  Verbreitung in Deutschland
Von den Alpen (bis 2.500 m über NN) bis an den Nordrand der Mittelgebirge; im norddeutschen Tiefland gibt es nur inselartige Vorkommen.
Verbreitungskarte

Verbreitung in Bayern:
in ganz Bayern vorkommend, abgesehen von einigen lokalen Lücken; auch oberhalb 900 m ü. NN anzutreffen.

Häufigkeit im Landkreis Bamberg:
Bei den Krötenaktionen im Landkreis Bamberg gefundene Bergmolche:
Jahr Anzahl




Anmerkung:
Nebenstehende Tabelle vermittelt den Eindruck, die Zahl der Bergmolche im Landkreis habe zugenommen. Die steigende Zahl ist jedoch im Wesentlichen das Resultat einer größeren Anzahl von betreuten Amphibienübergängen.
1989 1
1990 nicht ermittelt
1991 nicht ermittelt
1992 193
1993 83
1994 189
1995 164
1996 293
1997 379
1998 120
1999 467
2000 547
2001 804
2002 1194
2003 1097
2004 747


Lebensraum:
   bevorzugt bewaldetes Hügelland und Gebirge
   Laichgewässer: meist stehende Gewässer, z. B. Wasser gefüllte Fahrspurrinnen oder schattige und daher kühle Waldtümpel

Lebensweise:
   Überwinterung (ca. Oktober bis März) meist an Land unter größeren Steinen, im  Wurzelbereich von Bäumen oder ähnlichem.
   Frühjahrswanderung zum Laichgewässer (Februar bis Juni)
   Nach Häutung Anlegen der Paarungstracht (Hochzeitskleid) mit Rückenkamm
   Zur Fortpflanzungszeit (Wasseraufenthalt) tag- und nachtaktiv
   Eiablage überwiegend einzeln in gefaltete Blätter von Wasserpflanzen
   Ortstreue beim Aufsuchen des Laichplatzes (vgl. Erdkroete)
   Verlassen des Gewässers zwischen Mai und Ende August
   während des Landaufenthaltes versteckte Lebensweise (nachtaktiv)

Ruf:
Schwanzlurche gelten als stumm; bei Bedrohung werden quiekende, ziemlich leise Laute ausgestoßen..


Balz und Fortpflanzungsverhalten:
Balzzeit: Mitte März bis Juni (an Land)
Laich: ca. 100 Eier, einzeln festgeklebt an gefalteten Blättern von Wasserpflanzen
Erwachsene Molche halten sich eigentlich nur zur Fortpflanzungszeit in Gewässern auf!

Larven:
   Außenkiemen
   Schwanzflosse durchgehend gleichmäßig marmoriert
   " ausgewachsene Larve": bis 45 mm
   oft bis Herbst im Wasser

Nahrung:
   Nacktschnecken
   Zuckmücken und deren Larven
   Käfer
   Libellen
   Hautflügler
   Fliegen
   Kleinkrebse
   Regenwürmer
   nicht selten kannibalische Ernährung: Auffressen des eigenen Laichs
   Nahrung der Larven: zuerst Kleinstalgen, danach tierische Organismen wie Wasserflöhe, Bachflohkrebse und Wasserrasseln

Feinde:
   Forellen
   Wasserspitzmäuse

Abwehrverhalten:
   im Wasser: Flucht in Unterwasserpflanzen oder in den Bodenschlamm
   an Land: Abwehrlaute

Geschlechtsreife:
mit zwei bis drei Jahren

Höchstalter:
über 20 Jahre

Gefährdung durch
   Zerstörung von Kleingewässern (z. B. Verfüllung von Fahrspurrinnen der Waldwege)
   Aussetzen von Fischen in Amphibienteichen (überhöhter Fischbesatz!)
   Verschlechterung der Wasserqualität (z. B. Versauerung)
   Anlage von Nadelwaldmonokulturen (statt Laubmischwald)

(Zusammenstellung: Jonas Seeberger)
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