Alpensalamander
Salamandra atra
Alpensalamander (Simon Graser)
Kennzeichen:
Färbung Oberseite einfarbig schwarz,
Bauchseite schwarz oder bleigrau
Haut glänzend (Unterscheidung zu Berg- und Kammmolch!) Vgl. folgendes Foto!
Alpensalamander
Länge ca. 10-15 cm


Verbreitung in Deutschland:
nur in den Alpen in Höhenlagen von 500 - 3000 m NN

Verbreitung in Bayern:
nur in den Alpen in Höhenlagen von 500 - 3000 m NN

Häufigkeit im Landkreis Bamberg:
Fehlanzeige!

Lebensraum:
Alpen, hier
   Latschengebüsch
   lichte Wälder
   Geröllfelder
   Almen

Lebensweise:
   nachtaktiv, bei Regen und bedecktem Himmel auch tagaktiv
   ausschließlicher Landbewohner ohne obligatorische Bindung an ein Gewässer
   Kenntnisse über Wanderungen fehlen noch.

Ruf:  ???
Schwanzlurche gelten als stumm.

Balz und Fortpflanzungsverhalten
   Paarung während der gesamten (kurzen) jährlichen Aktivitätszeit möglich
   Paarung an Land: "Zur Paarung, der eine wahre Verfolgungsjagd vorausgeht, packt das Männchen das Weibchen von oben mit den Vorderbeinen am Hals. In dieser Stellung beginnt das Männchen mit seiner Kehle die Kopfoberseite des Weibchens zu reiben."
Aus: RIMPP, S. 138.
Danach kriecht das Männchen unter das Weibchen, umklammert seine Vorderbeine und trägt es Huckepack, wobei es mit der Kopfoberseite die Kehle des Weibchens reibt, bis es keine Abwehrreaktionen mehr zeigt (Phase der Paarungsbereitschaft). Nun kann das Männchen eine Spermatophore (ein Samenpaket) absetzen, das vom Weibchen in die Kloake aufgenommen wird.
Vgl. GÜNTHER, S. 79.
   Eier: ca. 30 je Eileiter, von denen sich jedoch nur je 1 Ei auf Kosten der übrigen zu einem fertigen Jungtier entwickelt.
   lebendgebärend: 2- 4 Jahre nach der Befruchtung werden zwei Jungtiere unabhängig von jedem Gewässer geboren. Das Larvenstadium mit Kiemen als Atmungsorganen wird bereits im Mutterleib durchschritten.

Larven:
Alpensalamander haben keine Larven!

Begründung:
Alpensalamander leben in kalten Regionen. Da der Stoffwechsel bei Kälte stark verlangsamt ist, würden die kurzen Sommer nicht ausreichen, um eine Entwicklung zum Wasser unabhängigen erwachsenen Tier zu ermöglichen. Da kleine Gewässer im Winter häufig vollständig durchfrieren, wäre es um die Larven geschehen.  Daher "brüten" die Weibchen die Eier im Körperinneren aus; diese Tragzeit dauert etwa zwei Jahre. Dann gebären die Weibchen meist 2 Jungtiere (Länge etwa 4 cm), die bereits vollständig an das Landleben angepasst sind.

Nahrung:
   Insekten (Käfer, Käferlarven, Fliegenmaden, Hautflüglerlarven)
   Regenwürmer
   Landschnecken
   Tausendfüßler
(NÖLLERT 1992)

Feinde:
   Rabenvögel (Elstern, Alpendohlen)
   Kreuzottern
(NÖLLERT 1992)

Abwehrverhalten:
   Ausscheidung giftiger Hautsekrete
   Umrissvergrößerung durch Anheben des Vorderkörpers

Geschlechtsreife:
Das Einsetzen der Geschlechtsreife ist wegen der Verkürzung der Aktivitätsperioden mit zunehmender Höhe des Lebensraumes verlangsamt. Genauere Angaben zur Geschlechtsreife sind daher schwierig; das mutmaßliche  Alter dürfte bei der Geschlechtsreife analog zu anderen Schwanzlurchen etwa 3 Jahre betragen.

Höchstalter:
10 Jahre

Gefährdung
Der Alpen-Salamander scheint derzeit noch nicht gefährdet zu sein, so lange die Alpen als Gesamtlebensraum nicht zerstört werden.

(Zusammenstellung: Simon Graser)
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