A 73
Autobahnabfahrt Bamberg-Süd der A 73
Als in den achtziger Jahren die Autobahn A 73 durch den Hauptsmoorwald östlich von Bamberg gebaut wurde, durchschnitt man die Lebensräume großer und intakter Amphibienpopulationen. So war es nicht verwunderlich, als 1993 zahlreiche Erdkröten versuchten, das Regenrückhaltebecken zwischen der Autobahn und der Abfahrt Bamberg-Süd als Laichgewässer aufzusuchen. Da die totgefahrenen Tiere eine Gefahr für den Autoverkehr darstellten, wurde rasch entlang des vorhandenen Wildschutzzaunes ein Amphibienfangzaun errichtet. Von 1993-1995 versuchte man, die Tiere umzusiedeln, indem man sie 3 km vom Fundort entfernt in einem Waldtümpel aussetzte. Da der Autobahnmeisterei Hirschaid diese arbeitsintensive Betreuung zu teuer kam, legte man 1996 einen 800 m langen Zaun an, der ganzjährig installiert bleibt. Bisher scheint diese Maßnahme das Gros der Kröten (und Molche) von der Überquerung der Straße abzuhalten.
Anzahl der gefundenen Amphibien
Jahr lebende Amphibien tote Amphibien Summe
1993
716
50
766
1994
752
752
1995
718
718
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